Tag 1

So jung kann alt sein. 300 Jahre Cafe Zimmermann. Der klassische Radiogenuss.

1.

Franz Liszt. Klavieretüde „Mazeppa“ mit Daniil Trifonov

Zum Sendestart am 23. Februar 2018

Radio Cafe Zimmermann startet mit dem wilden Ritt des Pagen Mazeppa

und die neue Pianistengeneration sitzt fest im Sattel.

2.

Franz Liszt. Orchesterfassung von „Mazeppa“

Die Staatskapelle Weimar unter George Alexander Albrecht

Diese Orchesterfassung entstand als Liszt Hofkapellmeister in Weimar war. 

3.

Dietrich Buxtehude. Sonate BuxWV 261, Arr.

Le Concert Brisé, William Dongois (Horn und Leitung)
Katharina Bäuml, Dulzian

4.

Johann Friedrich Fasch. Ouvertüre

 Il Fondamento, Leitung Paul Dombrecht 

Um 1700 gab es in Leipzig einige sehr musikbegabte Jurastudenten, neben Telemann auch Johann Friedrich Fasch.

5.

Jean-Philippe Rameau. Nouvelle Suite

Marcelle Meyer

In Marcelle Meyer spiegelt sich das Klavierleben Frankreichs im 20. Jahrhundert. Werke von Debussy und Francis Poulenc spielte sie zum ersten Mal öffentlich, Strawinski, Arthur Honegger und Eric Satie waren ihre Bewunderer. Heute für uns mit Rameau, gespielt auf einem Flügel von Pleyel.

6.

Georg Philipp Telemann. Sinfonia

Das Freiburger Barockorchester unter Petra Müllejans/ Gottfried von der Goltz


Als Jurastudent in Leipzig gründete Telemann das Ensemble Collegium Musicum. 

Mit diesem Ensemble musizierte JSBach viele Jahre im Zimmermannischen Kaffeehaus.

7.

Georg Philipp Telelmann. Ouvertüre e-moll

Hille Perl (Gambe) und das Freiburger Barockorchester
 

8.

J.S.Bach. Toccata BWV 564

Ton Koopmann spielt an der Arp-Schnitger-Orgel der St. Jacobi-Kirche in Hamburg

Bis zum russischen Zarenhof gingen die Orgeln des berühmtesten norddeutschen Orgelbauers seiner Zeit. Nur reich wurde er nie. Wenn Kirchen keine ausreichenden Mittel besaßen, baute er zur Ehre Gottes die Orgeln für den halben Preis.
Bald jährt sich Arp Schnitgers Todestag zum 300. Mal. 
Cafe Zimmermann wird ihm viele musikalische Blumenkränze flechten.

9.

J.S.Bach. Kantate,„Aus der Tieffen“ BWV 131

Das Ricercar Consort mit vier Solisten unter Philippe Pierlot 
Katharina Fuge (Sopran),
Carlos Mena (Countertenor)
Hans Jörg Mammel (Tenor) und
Stephan MacLeod (Bass-Bariton) 

10.

J.S.Bach. Aus dem Wohltemperierten Klavier

Svjatoslav Richter auf einem Konzertflügel von Bösendorfer

11.

J.S.Bach. Cembalokonzert BWV 1056

Jean Rondeau, Cembalo

Sophie Gent, Louis Creac’h (Violine)
Fanny Paccoud (Viola)
Antoine Touche (Cello)
Thomas de Pierrefeu (Kontrabass)

12.

Wolfgang Amadeus Mozart. Sinfonie Nr. 25 KV 183

Royal Concertgebouw Orchestra unter Nikolaus Harnoncourt

Mozart war 17, kehrte zurück aus einer erfolgreichen Italienreise und komponierte diese Sinfonie.

13.

Wolfgang Amadeus Mozart. Don Giovanni

Ouvertüre: The English Baroque Soloists unter John Eliot Gardiner

Das Finale: Otto Klemperer und das New Philharmonia Orchestra (1966) mit der „Commendatore-Szene“

Aus diesen drei Stimmen fliegen die Funken:

Franz Crass, Bass (Commendatore)
Nicolai Ghiaurov, Bass (Don Giovanni)
Walter Berry, Bass-Bariton (Leporello)  
 

14.

Franz Schubert. Moments musicaux

András Schiff spielt auf einem Hammerflügel aus Wien um 1820.
 

15.

Robert Schumann „Kinderszenen"und Arabeske op. 18

Wladimir Horowitz

16.

Camille Saint-Saens. 2. Klavierkonzert

Grigory Sokolov und das Staatliche Akademische Sinfonieorchester der UdSSR unter Neeme Järvi


Bei der Uraufführung in Paris war Camille Sains-Saens mit seinem eigenen Klavierspiel unzufrieden. Für das Komponieren des Auftragswerkes hatte er nur 17 Tage, da blieb zum Üben keine Zeit mehr.

Unser heutiger Pianist Grigory Sokolov hatte genug geübt. Damit gewann er den Tschaikowski-Wettbewerb, mit 16 als jüngster Preisträger aller Zeiten. 

17.

Georg Friedrich Händel. Aus Neun deutsche Arien

Monika Mauch mit L’arpa festante unter Rien Voskuilen 
„Meine Seele hört im Sehen“, Süße Stille, sanfte Quelle"

Anschließend Ina Siedlaczek mit der Lautten Compagney Berlin unter Wolfgang Katschner
„Singe, Seele, Gott zum Preise"


Händels Freund, der Hamburger Dichter und Ratsherr Heinrich Brockes, lieferte die Texte für die Neun deutschen Arien.
 

18.

Georg Friedrich Händel. Aus der Oper Partenope

La Petite Bande unter Sigiswald Kujken
Bob van Asperen, Cembalo
Konrad Junghänel, Theorbe
René Jacobs (Altus) - hier noch als Sänger


Partenope ist eine Nixe, die Königin von Neapel wurde.

Bevor Händel seine „Partenope“ komponierte, reiste er für fünf Monate nach Italien auf der Suche nach neuen Gesangssolisten.
Anläßlich der Händel-Festspiele in Karlsruhe urteilte die Deutsche Presse-Agentur 2011: 
„...Händels Partenope ist ein raffiniertes Klangwunder ...“.
 

19.

Georg Friedrich Händel. Orgelkonzert

Richard Egarr spielt auf dem Nachbau einer englischen Kammerorgel, es begleitet die Academy of Ancient Music

20.

Georg Friedrich Händel. Aus der Oper Acis und Galatea

Bryn Terfel (Bass-Bariton) mit dem Scottish Chamber Orchestra unter Sir Charles Mackerras 

Arie: “O ruddier than the cherry, sweeter than the berry”:

Eine Ode an die Nixe Galatea:

Röter als die Kirsche, süßer als die Beere,
strahlender als der Mondschein,
munter und fröhlich,
aber nicht zu zähmen
und wild wie ein Sturm.
 

21.

Georg Friedrich Händel. Duett

Roberta Invernizzi und Sonia Prina mit dem Ensemble Claudiana unter Luca Pianca

„Sono liete, fortunate” (Wie froh und glücklich)
 

22.

Sergej Rachmaninov. Klavierkonzert Nr. 3

Boris Berezovski und das Philharmonia Orchestra unter Eliahu Inbal


Der Pianist Berezovski schätzt am meisten im Leben die Natürlichkeit.  
Mit ihm sind 40 Minuten Rachmaninov wie ein Urlaubstag.

23.

Antonio Vivaldi. Aus der Oper Bajazet.

Fabio Biondi und Europa Galante 
Ildebrando D’Arcangelo, Bass-Bariton

Arie: “Dov’è la figlia? Dov’è il mio trono?” (Wo ist meine Tochter? Wo ist mein Thron?)
Bajazet verliert die Schlacht, dann seinen Thron, und damit nicht genug. Der Sieger liebt auch noch seine Tochter.

An dieser Stelle bedauert Cafe Zimmermann aufrichtig, dass es nur ein Radio ist

und Sie den Erzengel, denn nichts anderes bedeutet der Name D’Arcangelo, nur hören können. 

D’Arcangelos angeblicher Kindheitstraum war es, in Salzburg zu leben um dort möglichst nah bei seinem Lieblingskomponisten Mozart zu sein. Dieser Traum wurde um ein Vielfaches übertroffen. Als der  Don Giovanni auf den Opernbühnen unserer Zeit ist Ildebrando D’Arcangelo so nah an Mozart gekommen wie nur irgend möglich.
 

24.

Antonio Vivaldi. Violinkonzert RV 248

L’Arte dell’ Arco, Federico Guglielmo, Violine und Leitung


L’Arte dell’Arco ist eines der vielen italienischen Alte-Musik-Ensembles. 
Der Geigenbogen von Federico Guglielmo ist mit Zuckerwatte bespannt. Heute spielt er für uns eines von insgesamt 25 Violinkonzerten, die Anna Maria gewidmet sind. 
Anna Maria war Lieblingsschülerin von Vivaldi. Sie erfüllte alle Kriterien, die man dafür brauchte. Neben Geige spielte sie mindestens noch Cello, Theorbe, Laute, Cembalo und Viola d’amore und war ein Publikumsmagnet für Venedigreisende des 18. Jahrhunderts, unter ihnen natürlich auch Goethe.
 

25.

Carl Philipp Emanuel Bach. Sinfonie Es-Dur Wq 179

Die Berliner Barocksolisten unter Reinhard Goebel


Bach-Sohn Carl Philipp Emanuel war zu Lebzeiten berühmter als sein Vater.
Bevor er in die Hamburger Fußstapfen seines Patenonkels Telemann trat, war CPE Cembalist am Hof Friedrich des Großen.
 

26.

Joseph Haydn. Klaviersonate

Am Flügel:  Ekaterina Derzhavina


Eine erste Kostprobe aus Haydns über 50 Klaviersonaten. Die Klaviersonate und die nachfolgende Sinfonie

komponierte Haydn während seiner 30-jährigen Anstellung am Hof des musikverliebten Fürsten Esterházy.
 

27.

Joseph Haydn. Symphonie Nr. 39

Sandor Végh mit der Camerata Academica Salzburg

28.

Claude Debussy. Arabeske

Am Flügel: Philippe Entremont

 

Zum Ausklang von Tag 1: der „Grande valse brillante“

29.

Chopin. Walzer op. 34

mit Evgeny Kissin
 

30.

Chopin. Nocturne op. 48 und op. 55

Brigitte Engerer

31.

Chopin. Walzer op.posth. Kk4A

Arthur Rubinstein

32.

Dietrich Buxtehude. Kantate „Jesu meines Lebens Leben“

Gli Angeli Geneve unter Stephan MacLeod
 

33.

Henry Purcell. “Music for a While”

Alfred Deller (Countertenor) und William Christie (Cembalo)


“Music for a while

Shall all your care beguile … “


(Musik soll für eine Weile all’ Eure Sorgen zerstreuen)
Text aus dem 17. Jh. von John Dryden und Nathaniel Lee
 

34.

William Byrd. First Pavanne, Galliard und Sellinger’s Round

Glenn Gould, heute noch nicht mit Bach

35.

Antonio de Cabezón. Variationen für Spinett, Laute und Harfe

mit dem Ensemble Doulce Mémoire 

Das Licht von Radio Cafe Zimmermann ist Vox luminis:

35.

Johann Bach (1604-1673). Kantate „Sei nun wieder zufrieden meine Seele“

Vox luminis unter Lionel Meunier
 

36.

Johann Michael Bach (1648-1694). Kantate „Halt, was du hast“

Vox luminis unter Lionel Meunier
 

37.

Johann Hermann Schein (1586-1630). Aus dem Banchetto musicale

Hesperion XX unter Jordi Savall

Johann Hermann Schein war Thomaskantor in Leipzig, viele Jahre vor JSBach.

38.

Francois Couperin. Baricades Mistérieuses

Am Flügel: Alexandre Tharaud 


Als Hofkomponist des Sonnenkönigs komponierte Couperin 240 Miniaturen allein für das Cembalo. 
Der Name „Baricades Mistérieuses“ lässt Raum für Spekulationen. Er ist auf jeden Fall mehrdeutig, und wir sind in Frankreich ... 
 

39.

Antonio Vivaldi. Gloria

Der Ruhm gebührt Trevor Pinnock und The English Concert & Choir

Wenn Sie jetzt abschalten, verpassen Sie B’Rock. Cafe Zimmermann startet in die Nacht mit Improvisationen über Highlights des Barock.

40.

Improvisation nach Henry Purcell (1659-1695)

L’Arpeggiata unter Christina Pluhar
Es singen Rachel Andueza und Philippe Jaroussky


“Hark!how the songsters of the grove …” 
(Horch!wie die Sänger des Hains dem Gott der Liebe Hymnen singen)

41.

Improvisation nach Henry Purcell (1659-1695)

Vincenzo Capezzuto und L’Arpeggiata unter Christina Pluhar


“One charming night gives more delight, than a hundred lucky days”
(Eine bezaubernde Nacht bereitet mehr Vergnügen als hundert glückliche Tage)
Könnte auch ein Schlager von heute sein, ist aber nach Shakespeare (1564-1616).
 

42.

Improvisation nach Claudio Monteverdi

L’Arpeggiata unter Christina Pluhar, Philippe Jaroussky singt


 „Ohime, chio cado“ (Ach, ich falle, ich strauchle“)
 

43.

Nicola Porpora. Arie aus der Oper Germanico in Germania

Simone Kermes mit La Magnifica Comunitá


“Empi se mai disciolgo” (Ihr Elenden, sollte ich mich jemals befreien)

Diese Arie sang einmal der berühmte Cafarelli.

Komponiert hat sie sein Gesangslehrer Nicola Porpora, der noch einen prominenten Schüler hatte - den Star Farinelli.
 

44.

Giovanni Battista Pergolesi. Arie aus Adriano in Siria:

Simone Kermes mit La Magnifica Comunitá


“Sul mio cor” (Deine Blicke über mein Herz)
 

45.

Leonardo Leo. Aus Zenobia in Palmira

Simone Kermes mit  La Magnifica Comunitá
“Son qual nave in ria procella” (Ich bin wie ein Schiff auf stürmischer See)
 

46.

Riccardo Broschi. Aus der Oper Artaserse

Ann Hallenberg und Les Talens Lyriques unter Christophe Rousset 


„Son qual nave ch’agitata“ (Ich bin wie ein Schiff im Sturm)
Ein Königsmord, eine falsche Bezichtigung, daraufhin noch ein Mord.
Dieser tief bewegte Inhalt reichte im 18. Jh. für nicht weniger als 90 Vertonungen. 
Farinelli (eigentlich Carlo Broschi) sang die Arie, die sein Bruder Riccardo komponierte.
 

47.

Johann Adolf Hasse. Aus der Oper Cleofide

Derek Lee Ragin (Contertenor) und die Capella Coloniensis unter William Christie


Dov’e? si affretti – poveri affeti – barbara sorte! Sposa infidel? (Wohin? Elende Liebe, grausames Schicksal, untreue Gattin?)

Die Oper Cleofide wurde 1731 in Dresden uraufgeführt. Die Titelpartie sang die „neue Sirene“ am Opernhimmel und Ehefrau Hasses, Faustina Bordoni. 
Im Publikum saßen JSBach und sein ältester Sohn Wilhelm Friedemann. Die beiden besuchten gern die Oper, auch wenn ihr Kommentar über Opernarien mehrdeutig ausfiel, sie nannten sie „hübsche Dresdner Liederchen“...
 

 

48.

Johann Adolf Hasse. Arie aus der Oper Marc Antonio e Cleopatra

La Folia Barockorchester unter Robin Peter Müller


Die neue Cleopatra am Sängerhimmel heißt Regula Mühlemann. 
 

49.

Antonio Caldara. Eine Solo-Kantate

Gerard Lesne (Countertenor) und Il Seminario Musicale


“Soffri, mio caro Alcino” (Liebster Alcino, leide geduldig)

Der Venezianer Antonio Caldara übersiedelte mit 46 Jahren an die Wiener Hofmusikkapelle, wo Kaiser Karl V selbst auch Opern dirigierte. 

Caldaras Opern hatten in Wien großen Erfolg.
 
 

50.

J.S.Bach. Präludium BWV 855a, Arr. Alexander Siloti

Am Flügel: Emil Gilels


J.S.Bach schrieb das Präludium in das Clavier-Büchlein seines ältesten Sohnes Wilhelm Friedemann. Alexander Siloti, Schüler von Tschaikowski und Cousin von Rachmaninov, widmete dieses Arrangement seiner Tochter. Sie lebte bis zu ihrem 93. Lebensjahr als Klavierpädagogin in New York.

Emil Gilels spielte das Stück oft als Zugabe, hier in der Avery Fisher Hall in New York am 14. November 1979.
 

51.

Johannes Brahms. Symphonie Nr. 4

Sergiu Celebidache und die Münchner Philharmoniker
 

52.

Beethoven. Die Mondscheinsonate

Am Flügel Alfred Brendel
 

53.

Jean-Philippe Rameau. Aus der Oper Dardanus

Das kanadische Ensemble Tafelmusik unter Jeanne Lamon
 

54.

Johann Sebastian Bach. Overture, BWV 1067

mit dem französischen Ensemble Café Zimmermann, Pablo Valetti, Violine und Konzertmeister, Amandine Beyer (Violine), Céline Frisch (Cembalo) 

 

Das war der Tag 1 von Radio Cafe Zimmermann.

 

Und es geht weiter mit

neuesten Einspielungen und legendären Aufnahmen.

 

Rund um die Uhr 

kostenlos

und

ohne Werbung.


Radio Cafe Zimmermann -
Die neue Klassikwelle

wünscht Ihnen

 

K E I N   T A G   O H N E   K L A S S I K